
Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere

Zur Baugeschichte



Die Innenausstattung: Chorraum und Altäre
Beim Betreten der Kirche fällt der Blick auf den imposanten barocken Hochaltar. Von vier korinthischen Säulen und geschwungenen Bögen aus Stuckmarmor getragen wölbt sich ein Baldachin, von insgesamt neun Engeln bevölkert. Im Auszug finden sich Krone und Kreuz als Siegeszeichen. In der hohen Retabel wird die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt. Maria und Johannes beklagen den Tod Christi am Kreuz. Das Auge Gottes, dargestellt als goldenes Medaillon, blickt auf die Kreuzigungsgruppe herab. Darüber schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube, umgeben von einem Strahlenkranz. Zwischen den Säulen rechts und links stehen in Überlebensgröße die beiden Apostel Petrus und Paulus mit ihren jeweiligen Attributen.In den Altaraufbau integriert ist der prunkvolle Rokokotabernakel, dekoriert mit Muschel- und Korallenwerk. Laut Gotteshausrechnung von 1755 schuf ihn der Bildhauer Anton Herbith aus Karlstadt am Main. Mose und Elia zu beiden Seiten des Gotteslammes sowie sechs Engel weisen durch ihre Gestik auf die Anwesenheit Gottes im Tabernakel hin. Das Chorgestühl stammt in Teilen aus der Bauzeit der Kirche. Bemerkenswert ist der Deckenstuck des Chores mit reich verzierten Rokokokartuschen, Rosenzweigen und Vasen auf den Gesimsen, geschaffen 1767 von Thomas Schaidthauf aus Raisting am Ammersee. Von ihm stammt auch der blaue Vorhang zwischen Chor und Langhaus. Eine Frauengestalt (Ecclesia) verkörpert die drei Kardinaltugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, symbolisiert durch Kreuz, Anker und Herz.Das ovale Deckengemälde mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, dem so genannten Gnadenstuhl, und das Schutzengelbild an der Chornordseite malte der bekannte Historienmaler Waldemar Kolmsberger im Jahr 1894. Der Stuckmarmoraufbau der beiden Seitenaltäre mit Pilastern, gekröpftem Gesimse und Aufsatz erfolgte bei der großen Restaurierung (1872-1877) unter dem aus Tauberbischofsheim stammenden Pfarrer Adam Halbig. In der Mitte des linken Seitenaltares steht der Kirchenpatron, der heilige Jakobus, mit Wanderstab und Muschel, links davon die heilige Elisabeth mit Brot für die Bedürftigen, rechts der heilige Wendelin mit Schäferschippe als Patron der Schäfer und Bauern. Der rechte Seitenaltar ist der „Unbefleckten Empfängnis“ geweiht. Die Mutter Gottes ist als junges Mädchen dargestellt, links daneben der heilige Dominikus, der Patron der Rosenkranzbruderschaft, rechts der heilige Josef mit dem Jesuskind.Die Innenausstattung: Langhaus und Bereich unter der Empore
Die klassizistische Kanzel wurde 1804 laut Archivunterlagen von der Bildhauerfamilie Ziegler aus Messelhausen gefertigt. Der Kanzelkorpus wird von einem Lorbeerkranz zusammengehalten. Fünf geschnitzte und in Weiß gefasste Medaillons stellen die vier Evangelisten und in der Mitte Christus als Lehrer dar, gefertigt von Bildhauer Seitz. Im Schalldeckel mit gerafftem Vorhang schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Die Gesetzestafeln im Strahlenkranz sollen die Christen auf die Einhaltung der Gebote verpflichten. Jesus, als guter Hirte, mit Stab und Lamm auf den Schultern, bildet als Aufsatzfigur den Abschluss. Am Pfeiler gegenüber dem Eingang an der Mariengrotte grüßt die Hl. Lioba, Äbtissin in Tauberbischofsheim, die Eintretenden. Am nächsten Pfeiler in Richtung Empore findet sich eine Figur des Hl. Bernhard von Clairvaux. Es folgt ein Heiliger mit Buch und Bart (vielleicht ein Apostel), der auf auf den Beichtstuhl aus dem Jahr 2020 hinweist. Gegenüber ist der Kreuzweg des Würzburger Bildhauers Arthur Schlegelmünig aufgehängt, der im Jahr 1900 geschaffen wurde.Text: A. Schreck und R. Walterspacher Bilder: G. Besserer und R. Walterspacher
Die Glocken in Lauda
Induktionsschleife für Hörgeräteträger
Viele Menschen, die ein Hörgerät tragen, berichten, dass sie den Pfarrer und andere Sprecher wie Lektoren in unserer Kirche trotz Hörgerät nur schlecht bzw. nicht verstehen. Darum wurde in unserer Stadtkirche St. Jakobus in Lauda eine Induktionsschleife verlegt, die von einem Induktionstransformator gespeist wird. Dieser Transformator erhält sein Signal direkt vom Mikrofonverstärker. Die Induktionsschleife baut ein Magnetfeld auf. Eine Induktionsspule, die im Hörgerät eingebaut ist, wandelt dieses Magnetfeld so um, dass der Hörgeräteträger das Gesprochene besser verstehen kann. Wenn das Hörgerät auf die Stufe „T“ umgestellt wird, empfängt das Hörgerät nur über die Induktionnspule. Diese Einstellung ist z. B. während der Predigt zu empfehlen. Stellen Sie Ihr Hörgerät auf „MT“, empfängt es sowohl über die Induktionsspule wie auch über das eingebaute Mikrofon. Bei dieser Einstellung können Sie auch alles Andere aus dem Kirchenraum hören.




