Grußwortredner würdigten das Engagement und die hohe Anerkennung

28.07.2025 |

Die Pfarrscheune in Lauda reichte nicht aus, um die vielen Besucher aufzunehmen, die zur Verabschiedung von Pfarrer Märkl und Pfarrer Walterspacher gekommen waren, aber der Regen ließ keine andere Möglichkeit zu. Dafür wurden die Wortbeiträge musikalisch umrahmt von einer Projektkapelle mit Musikern verschiedener Musikkapellen aus den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen, die Michael Ernst ins Leben gerufen hatte.

Dekan Thomas Holler begann den Reigen der Abschiedsworte: er dankte den beiden Seelsorgern für ihren großartigen Dienst in der Seelsorge. Sie hätten alle Mühe und Kraft eingesetzt, um neue Wege zu gehen, Brücken zu bauen und menschenfreundlich für die Leute da zu sein. Ralph Walterspacher habe sich zusätzlich im Caritasrat engagiert und Stefan Märkl habe sich besonders als Projektkoordinator für das Projekt Kirchenentwicklung 2030 eingebracht. Da er beide Priester schon länger kenne und um ihre Qualitäten wusste, war ihm klar, dass die Menschen bei ihrem Weggang traurig sein würden. Er habe sich zwar dafür eingesetzt, dass sie noch länger bleiben können, aber leider keinen Erfolg gehabt. Nun müsse man Abschied nehmen und freue sich auf jedes Wiedersehen. Als Abschiedsgeschenk hatte er etwas Besonderes dabei: Ein Holzmodell des „Labyrinths von Chartres“. Es sei ein Sinnbild für die verschlungenen Wege des Lebens und Glaubens, die aber letztlich zum Ziel führten. Er wünschte den beiden Pfarrern zum Abschied, dass sie immer eine gute Balance halten können, wie die Kugel im Labyrinth.
 
Für die Evangelische Kirchengemeinde gingen Kerstin Bickel und Pfarrerin Marie-Louise Scheuble auf die Fahrradleidenschaft der beiden Pfarrer ein: Das Leben gleiche einer Fahrradtour, deshalb hatten sie neben einer Fahrradtasche viele brauchbare Utensilien mitgebracht, die sie lustig vortrugen.
 
Der Kirchenchor von Lauda hatte ebenfalls zwei auf die beiden Pfarrer zugeschnittene Lieder dabei und alle sangen bei „So schön war die Zeit…“ mit. Michael Ebert von „Christen in Aktion im Taubertal“ würdigte das gute Miteinander und bedauerte ebenfalls den Abschied. Er hatte mit einem „Akku-Licht“ ein schönes Geschenk dabei.
 
Bürgermeister Dr. Lukas Braun stellte die Berufung der beiden Pfarrer in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Bei einer Pilgerreise sei der Weg das Ziel. Die Mitbürgerinnen und Mitbürger hätten auch ihm gegenüber geäußert, wie beliebt und geschätzt die beiden Pfarrer waren. In einer Zeit, in der viele Menschen das Vertrauen in die Kirche verloren haben, hätten Märkl und Walterspacher einen „tollen Job“ gemacht, was zu einem spontanen Applaus führte. Bürgermeister Braun würdigte das Tun der beiden Pfarrer über die Konfessionen hinweg, Tag und Nacht bei Gott und den Menschen. Auch als evangelischer Bürgermeister habe er in allen Fragen und Herausforderungen wertvolle Gesprächspartner gehabt, die oft genug für ihn selbst „Mutmacher“ gewesen seien.
 
Michael Müller, Vorstandsvorsitzender der Caritas im Tauberkreis, würdigte ebenfalls die hervorragende Zusammenarbeit. Gerade im Bereich dieser Seelsorgeeinheit habe es viele gemeinsame Projekte gegeben, die gemeinsam vorangebracht wurden.
 
Auch die Ministranten ließen es sich nicht nehmen, sich zu verabschieden: Die Oberministranten-Runde der Seelsorgeeinheit hatte Fotos dabei und die Ministranten von St. Jakobus Lauda gingen mit ihrem „Mitmachlied“ ganz individuell auf die Priester ein und berichteten von gemeinsamen Ereignissen.
 
Abschließend bedankten sich die beiden Pfarrer Märkl und Walterspacher beim Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Norbert Prause, der gekonnt durch das Programm führte, und dem gesamten Helferteam. Schmunzelnd meinte Pfarrer Märkl in Anspielung auf den Fernsehgottesdienst, dass ZDF mittlerweile deutschlandweit als Abkürzung bekannt sei: „Zufrieden, Dankbar, Froh“. Aber sie hätten noch einen neue Abkürzung WHW: „Wir hoffen weiter“.
 
Anschließend verabschiedeten sich noch viele Gruppen und Gemeindemitglieder direkt bei den beiden Priestern. 
 
 
Foto und Text: Kurt Baumann