
Kolpingsfamilie Lauda trifft Sr. Eoliba
07.11.2024 |
Lauda, morgens, Herbstnebel. Eine bunte Gemeinschaft trifft sich zu einer erlebnisreichen Reise, noch nicht ahnend, welche Überraschungen der Tag noch bringen wird. Doch schon die Fahrt birgt ungewollte Schwierigkeiten: Autobahnkreuz Schweinfurt – Vollsperrung. Schnell nach Umleitungen suchen und weiter. Die Reisegruppe erreicht Fulda genau zum Gottesdienst im Dom.
Im Anschluss kann das Anfang des 18. Jahrhundert neu erbaute Gotteshaus mit dem Grab des Heiligen Bonifatius besichtigt werden. Vor der Weiterfahrt testet der Reiseleiter Hans Appel zur Abrundung des Kirchenbesuches die Teilnehmer mit einem kurzen, aber umso unterhaltsameren Quiz nach Art von ‚Wer weiß denn sowas‘ über den Innenraum des Doms.
Nach dem Mittagessen erreicht die Kolpingsfamilie Sargenzell. In der ehemaligen kleinen Kirche des Ortes übernahm ein Verein das aufgegebene Gotteshaus und rettete dieses vor dem Abriss. Durch viel Eigeninitiative und Engagement entstand unter anderem der inzwischen zum 36. Mal erzeugte Früchteteppich zum Thema Turmbau zu Babel. Auf einer Fläche von 4,5 x 6 Meter werden dort jedes Jahr religiöse Themen in eigenen Kreationen künstlerisch mit allen Arten von Körnern und Blättern mit feinsten Nuancen aufgelegt, ein durchaus faszinierendes Erlebnis für die Betrachter.
Das Bestaunte kann danach bei einem Kaffee verinnerlicht werden, bevor die Reisegruppe in Petersberg die Grabeskirche der Heiligen Lioba besucht. Diese in Teilen über 1200 Jahre alte Kirche wird von den ehemaligen Lioba-Schwestern aus Tauberbischofsheim betreut. Und so kommt es zu einem freudigen Wiedersehen mit Schwester Eoliba, die einigen Teilnehmern noch aus ihrer Wirkungszeit in Tauberbischofsheim bekannt ist. Hier war sie lange Zeit Leiterin der Fachschule für Sozialpädagogik St. Lioba und begleitete angehende Erzieherinnen in ihrer Ausbildung. In ihrer herzlichen Art führt sie die Reisegruppe durch die verschiedenen Epochen des Ausbaus der Kirche und zur Grabesstätte der Heiligen Lioba.
Nach vielen eindrucksvollen Erlebnissen wird dann die Rückreise angetreten, natürlich mit Stau und Umleitung. Eben ein Erlebnis.
Text und Foto: Hans Appel, Kolpingsfamilie Lauda
