
Prozessionen fielen nicht überall ins Wasser
31.05.2024 |
Das erste Mal seit sehr langer Zeit konnten am Vormittag die Prozessionen durch die Straßen wegen des Regens nicht durchgeführt werden. Zu dem Zeitpunkt am Morgen, als die Ehrenamtlichen in den Gemeinden Königshofen und Lauda anfangen wollten, die Blumenteppiche zu schmücken, regnete es so sehr, dass die Pfarrer entschieden, die Prozessionen am Donnerstagmorgen abzusagen. Lediglich in Unterbalbach (Foto oben) konnten für die Prozession am Abend Teppiche gelegt werden und in Königshofen schmückte ein Blumenbild den Chorraum (Foto unten).
„Aber was feiern wir eigentlich an Fronleichnam?“ Diese Frage bekommt man gerne zu hören und meistens denken die Fragenden an Tod und Leiche. Das liegt wohl an dem Wort „Fronleichnam“, das aus dem Mittelhochdeutschen stammt und sich aus „vron“ (Herr) und „licham“ (lebendiger Leib) zusammensetzt. Allerdings hat das Fest mit der Leiche Jesu nichts zu tun. Die Kirche erinnert sich lediglich an diesem Tag an die Einsetzung des sogenannten Altarsakramentes, denn in der Eucharistie feiern die Katholiken die leibliche Gegenwart Jesu in Form von Brot und Wein. Und bei der Prozession trägt der Pfarrer den Leib Christi in Form der gewandelten Hostie in einer Monstranz durch die Straßen. Die Gemeinde folgt dem Priester, singt kirchliche Lieder und hält an verschiedenen Stationen, die oft mit bunten Blumenteppichen verziert sind. Eine schöne Tradition, die noch in einigen Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit gefeiert wird.

