Ich geh mit meiner Laterne

13.11.2023 |

Jedes Jahr finden rund um den Martinstag am 11. November nicht nur in unserer Seelsorgeeinheit Martinsumzüge statt. Vor allem Kinder laufen mit meist selbstgebastelten Laternen, begleitet von den Musikkapellen, durch die Straßen und singen Martinslieder. Mit dabei ist fast immer ein Reiter mit einem prachtvollen Mantel auf einem Pferd. Er stellt den Sankt Martin dar. Denn ihm zu Ehren feiern wir das Martinsfest.

Aber wer war eigentlich dieser heilige Martin?
Martin von Tours, geboren um 316/317, trat mit 15 Jahren in das römische Heer ein und traf wenige Jahre später gemeinsam mit anderen Soldaten an einem eiskalten Tag im Winter auf einen armen Mann, der keine Kleider anhatte. Der Bettler sprach ihn an und bat um Hilfe. Da Martin außer seiner Uniform und seinem Schwert nichts bei sich hatte, teilte er kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und gab eines davon dem Bettler. In der darauffolgenden Nacht hatte Martin einen Traum: Ihm erschien Jesus in der Gestalt des Bettlers und dankte ihm für seine gute Tat. Von da an war das Leben des Martin von Tours ganz vom christlichen Glauben geprägt.
 
Und warum wird nun der Martinstag am 11. November gefeiert?
Während die Menschen vielen Heiligen an ihrem Todestag gedenken, macht man beim heiligen Martin eine Ausnahme. Er starb wohl am 8. November 397, man feiert ihn aber am 11. November. Zum einen, weil seine Beerdigung am 11. November stattfand und zum anderen, weil der 11. November schon vor vielen Jahrhunderten für die Bauern ein Feiertag, so ähnlich wie ein Erntedankfest, war.
 
Stellvertretend für alle Martinsumzüge in unserer Seelsorgeeinheit sehen Sie auf dem Foto oben den Martinsumzug in Messelhausen, der in diesem Jahr hinter der Kirche begann und durch den Wald entlang lief. 
 
Und unten sehen Sie eine Szene aus dem Martinsspiel in Lauda: