
Und was bleibt vom WJT?
20.08.2023 |
Anderthalb Millionen Jugendliche aus unzähligen Ländern , eine Woche katholische Großveranstaltungen. Aber was bleibt davon, außer, dass es ein spektakuläres Erlebnis war? Die Jugendlichen, die aus unserer Seelsorgeeinheit dabei waren, geben ein wenig Einblick in das, was sie in Lissabon ganz persönlich erlebt haben.
- Was nehm ich mit? Man muss Vertrauen in Gott haben, damit es funktioniert. Wenn ich mit der Stimmung reingehe, ja, das funktioniert eh nicht und was erzählen die da... Ich hab am Anfang tatsächlich auch gedacht, hmm, ich weiß nicht so. Sie sagen, vielleicht spürt man Gott irgendwann, aber ich weiß jetzt nicht, wie ich das finden soll… Aber tatsächlich hab ich das in dieser Woche selber erfahren dürfen und dafür bin ich einfach sehr dankbar, dass es halt passiert ist. Eine gute Erfahrung!
- Ich fand die Katechesen sehr schön, weil man gesehen hat, wie man auch mal anders den Gottesdienst feiern kann, auch mit mehr Stimmung, bisschen moderner. Ich fand auch den Eröffnungsgottesdienst sehr schön, weil man gesehen hat, wie viele Menschen das so sind. Schön zu sehen, dass alle denselben Glauben haben, aber ihn doch unterschiedlich leben.
- Die Katechesen fand ich schön, am schönsten fand ich die letzte, weil wir uns da viel mit uns selber beschäftigt haben und ich glaub, das nehm ich auch mit: das Persönlichere mit Gott und dem Glauben.
- Ich fand Nightfever gut, weil man sich da einfach so reinsetzen konnte, war eine angenehme Atmosphäre und man konnte nachdenken und beten. Aber auch gestern mit den ganzen Menschenmassen – das war schon beeindruckend. Und wie man sich mit den Leuten unterhalten konnte aus aller Welt.
- Mir hat die Mischung sehr gut getan, zum einen, dass man die Möglichkeit hatte, in der Kirche allein zu sein, aber auch zwischendrin die Gemeinschaft mit so vielen anderen Leuten, die Gottesdienste zu feiern. Auch die Unterhaltungen mit Leuten von sonstwoher.
- Ich fand‘s einen rundum gelungenen Urlaub. Viel Sightseeing, viel erlebt, sei es Strand, Katechesen, die Mittage in der Stadt oder in Belem. Viele Sachen gab es zu sehen und ich fand vor allem die erste Katechese richtig schön, open-air, das Taizé-Gebet war auch gut und einfach diese Lebensfreude, die verschiedenen Länder und die jungen Leute ausstrahlen, von Menschen, die ihren Glauben mit Freude leben.
- Ich fand die Katechesen sehr schön und die vielen Leute zu treffen. Was die Leute ausgestrahlt haben, wie die Stimmung war, mit der ganzen Musik und so. Ich find‘s interessant, auf Handies, Unterhaltungsmedien und so zu verzichten, das hab ich eigentlich nie vermisst.
- Mir hat‘s gut gefallen, der Mix aus Freizeit und Gemeinsamen, die Katechesen taten mir auch gut, mein Highlight war der Besuch in der Antoniuskirche.
- Ich fand’s eine richtig gute Woche. Meine Highlights waren der Eröffnungsgottesdienst, da waren wir noch etwas näher dran. Und mit den Leuten aus allen Ländern in Kontakt zu kommen, wo ich gar nicht wusste, dass da Christen leben und wie die ihren Glauben leben. Jeder war dafür offen, miteinander zu reden. Und was ich auch richtig gut fand, insgesamt zu sehen, dass Kirche auch modern sein kann und für junge Leute. Gottesdienste, wo man auch richtig was mitnehmen kann, wo auch was anderes dabei war. Es ist auf junge Leute ausgerichtet und das vermisse ich sonst. Und am Morgen von einem DJ geweckt zu werden, das war schon cool.
- Ich fand Nightfever total schön. Auf der einen Seite konnte man sich Gedanken machen über das eigene Leben, über die Vergangenheit und die Zukunft, aber eben auch über die Beziehung zu Gott. Ich fand die Atmosphäre da drin total schön, aber auch generell. Egal, wo man war, man konnte sich immer unterhalten und zum Teil war es so, man hat ein Lied angestimmt, und alle haben mit eingestimmt – das war ein total schönes Gefühl.
- Insgesamt war der Tag vom Kreuzweg mein Lieblingstag, an dem auch die Katechese freier war. Ich hab die ganze Zeit über was gegrübelt, was ich in die Fürbitten mit aufgenommen hab. Dann beim Kreuzweg hatte ich das Gefühl, dass meine Themen genauso in den Texten vorkam, und das war ganz berührend, ich hab dann auch geweint.
- Wenn ich zuhause bin oder in der Kirche bin, denk ich mir, was ist in zehn Jahren, wer ist dann noch da? Und hier die vielen jungen Leute. Aber auch wenn die alle nicht bei mir in der Kirche sitzen, gibt es sie ja trotzdem woanders. Manchmal fand ich’s schwierig mich zu konzentrieren bei so vielen Menschen um mich rum. Aber bei den Katechesen hat das gut funktioniert. Gerade bei der letzten Katechese hab ich eine Gesprächspartnerin gesucht. Danach hab ich eine Bibelstelle gezogen und das hat so zu dem Gespräch gepasst – das war ein guter Moment, fand ich.
- Ich fand vor allem den Eröffnungsgottesdienst überwältigend. Das war so beeindruckend, wie viele Menschen da hingeströmt sind. Der Jugendkreuzweg hat mir sehr gut gefallen. Was für mich am Ende der Woche hängenbleibt ist, dass in den Fokus gerückt ist, worauf es wirklich ankommt. Ich fand es total inspirierend, wie viele Menschen zusammen kommen und die Freude teilen. Und was Papst Franziskus gesagt hat, zu betonen, dass wir Christen sind, und dass die Werte, die wir teilen, so wichtig sind für die Gesellschaft. Und auch wenn ich manchmal denk, die Welt geht unter, dass da jetzt mal mindestens anderthalb Millionen junge Menschen sind, die alle was gemeinsam teilen.
- Meine Stimme ist angeschlagen, aber mein Geist ist die ganze Woche gewachsen, so viele tolle Erlebnisse. Ich hab so viele gute Gespräche, Impulse gekriegt, Predigten, wo man auch was mitnimmt für die eigene Entwicklung und vor allem auch den eigenen Glauben. Es war sehr beeindruckend, so viele junge Leute mit dieser Lebensenergie zu sehen. Vom zweiten Tag vom Eröffnungsgottesdienst, wo man das zum ersten Mal mitgekriegt hat, alle gesungen haben, die Energie hab ich über die Woche immer mehr aufgesogen und das hat dann gegipfelt gestern im Gottesdienst im Gottesdienst. Ich war noch im Schlaf, dann hieß es der Papst kommt, dann bin ich kurz aufgestanden und hab den Papst angeguckt und plötzlich war ich fit. Und dann der Gottesdienst, da wurden mir erst die ganzen Menschenmassen um mich herum bewusst. Der Gottesdienst hat bei mir auch das ein oder andere ausgelöst, ich war dann auch Freudentränen nahe und die Energie hat mich den Tag dann auch mitgetragen den ganzen Tag.
Und alle, die wissen wollen, wie wir morgens vom DJ geweckt wurden, können hier mal schauen.
