
Biodiversität im Pfarrgarten Lauda
04.07.2023 |
Die bislang bestehende Wiesenfläche wurde zum Teil abgetragen und die ökologisch wenig sinnvollen Büsche (Kirschlorbeer, Buchsbaum, Tuja) wurden entfernt.
Geschaffen wurden so
- im vorderen Drittel eine Wildblumenwiese (Schafgarbe, Klatschmohn, Ackerwitwen-blume, Spitzwegerich, Kompasslattich, Pfirsichblättrige Glockenblume etc.), die künftig einmal im Jahr im Herbst gemäht werden wird.
- eine Fläche mit Jesus-Kopf, die noch mit Tisch und Stühlen zum Sitzen, Ausruhen und Nachdenken ausgestattet wird.
- zwei gut begehbare Wege, die zu der Sitzfläche führen.
- eine Kies-Sandfläche neben der Sitzfläche. Dieser Biotop-Typ ähnelt einem Trocken- oder Magerrasen und ist somit für Pflanzen geeignet, die sich mit hohen Temperaturen und ganztägiger Besonnung arrangieren können. Die Fläche wird mit entsprechendem Saatgut eingesät werden.
- eine Sandfläche, die von vielen nützlichen Insekten, wie z. B. von Solitärbienen und Ameisenlöwen, als Behausung oder zur Eiablage genutzt wird. Auch Reptilien wie die Zauneidechse legen ihre Eier in solchen Sandflächen ab. Auch einige Hitze und Trockenheit liebende Kräuter, wie z. B. der Sandthymian, brauchen diese freien Sand-stellen, um immer wieder keimen zu können. Als Strukturelement soll ein Totholzhaufen angelegt werden. Mit der Zeit entstehen in solchen Aufhäufungen durch Zersetzung und Fäulnis eigene kleine Biotope mit vielen Nischen und Verstecken. Gerade für die kalte Jahreszeit entstehen so attraktive Winterquartiere für viele Reptilien, Amphibien und vor allem Insekten.
Entstehen sollen noch
- Blüh- und Staudenflächen, welche eine Nahrungsquelle für eine Vielzahl von blütenbesuchenden Insekten und Nahrungs-, Brut- und Rückzugsräume für viele andere Tiere bereitstellen.
- Flächen mit freistehenden Gehölzen, deren nektarreiche Blüten und die reife Beeren, Nüsse und Früchte vielen Vogel- und Insektenarten Nahrung bieten. Im Sommer finden hier vor allem Vögel Brutmöglichkeiten und Schutz vor Fressfeinden.
- eine Begrünung der Garagenwand (Efeu, Knöterich, Kletterrosen). Viele Insekten- und Vogelarten finden hier Nahrung, aber auch Nistmöglichkeiten und Unterschlupf.
Diese Maßnahmen werden von der Gartenbaufirma Uihlein, der NABU Gruppe Lauda und Helferinnen und Helfern aus der Kirchengemeinde durchgeführt werden.
Foto und Text: NABU Gruppe Lauda e. V.
