Wir sind gekommen, ihn anzubeten

04.07.2022 |

Nach der pandemiebedingten Pause konnte wieder die Fußwallfahrt zum Hl. Blut nach Walldürn durchgeführt werden. Sowohl die Gemeinden Lauda als auch Königshofen pflegen hier eine jahrzehntelange Tradition, welche sich im Pilgergottesdienst in Walldürn auch in verschiedenen Ehrungen von Teilnehmenden widerspiegelte. So wurden drei Personen für 10jährige Teilnahme sowie je zwei Personen für 20 und 25jährige Teilnahme geehrt.

Nach den Vorarbeiten vieler Helferinnen und Helfer machten sich die zwei Pilgerzüge von Königshofen aus sowie von Lauda aus auf ihren langen Pilgerweg zu Fuß nach Walldürn auf, wo man ca. acht Stunden später zusammen eingetroffen ist. Während sich um 2.45 Uhr in der Nacht die Wallfahrenden in Lauda versammelten, begann man bereits um 2.30 Uhr in Königshofen, um nach einer kurzen Begrüßung, organisatorischen Hinweisen und einem Segensgebet durch die begleitenden Pfarrer mit dem jeweiligen Pilgerzug zu Fuß nach Walldürn aufzubrechen.
Leider reduzierte sich nach der zweijährigen Pause die Teilnehmerzahl gegenüber früheren Jahren. Im Alter von sechs bis 80 Jahren waren Personen aus der gesamten Seelsorgeeinheit sowie auch einige aus anderen Gemeinden mit dabei.
Die Pilgergruppen zogen mit Pfarrer Stefan Märkl von Königshofen aus und Pfarrer Ralph Walterspacher von Lauda aus singend und betend mit Fahnen und Kreuz durch die Ortschaften. Pilgernde, denen die gesamte Strecke zu weit war, schlossen sich unterwegs immer wieder den Pilgerzügen an. Beide Pilgergruppen waren zügig unterwegs und konnten pünktlich ihre Rastplätze in Buch am Ahorn (Königshofen) bzw. in Erfeld (Lauda) erreichen. So lag man gut in der Zeit und beide Pilgerzüge konnten sich wie vereinbart in Waldstetten gegen 8.30 Uhr zu einem großen gemeinsamen Pilgerzug vereinigen. Mit zusammen ca. 70 Teilnehmenden ging es dann nach einer kurzen Pause auf die letzte sich lang hinziehende Etappe nach Walldürn. Gesichert von Begleitfahrzeugen der DLRG und der Malteser, sowie von Verkehrssicherungskräften ging es singend und betend voran.
An einem besonders schön gelegenen Bildstock neben einem Bauernhof hielt man kurz für einen geistigen Impuls inne. Auch in diesem Jahr war der Pilgerschar das Wetter wohlgesonnen. Bei bestem Pilgerwetter kamen alle Pilgernde wohlbehalten, unverletzt und müde aber glücklich in Walldürn an.
Um 11 Uhr zog man unter der musikalischen Begleitung der Musikkapellen Oberlauda und Messelhausen feierlich in die Basilika mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ ein. Pandemiebedingt waren dieses Mal außer der Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen keine weiteren Gemeinden in diesem Gottesdienst dabei.
Aber auch Christen und ehemalige Wallfahrende aus der Seelsorgeeinheit, für welche der Fußweg zu weit und zu anstrengend geworden ist, fuhren nach Walldürn, um beim Gottesdienst dabei sein zu können. Der von den beiden Pfarrern Märkl und Walterspacher zelebrierte Gottesdienst stand unter dem Wallfahrtsmotto „Wir sind gekommen ihn anzubeten (Mt 2,2b)“. Das Fazit der Organisatorenteams aus Königshofen und Lauda war schnell gezogen: Eine rundum gelungene Wallfahrt.
 
Die Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen freut sich schon auf ihre nächste Fußwallfahrt nach Walldürn am 24. Juni 2023.