
Pfarrgemeinderat konstituiert sich und zieht eine erste Corona-Bilanz
17.06.2020 |
Fast zwei Monate später als geplant fand die konstituierende Sitzung des Pfarrgemeinderates statt. Günter Deppisch, der bisherige Vorsitzende, leitete die Sitzung und bleibt bis zu den Wahlen im Juli weiterhin kommissarisch im Amt. 25 der 26 gewählten Mitglieder trafen sich mit dem Seelsorgeteam, nicht nur um sich zu konstituieren, sondern auch um sich über die bisherige Zeit der Corona-Einschränkungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven zu bedenken.
Acht Wochen konnten keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden, und auch viele der traditionellen Osterbräuche sahen in diesem Jahr anders aus als gewohnt. Dafür gab es regelmäßige Hausgebete und Videos auf der Homepage und ausführlich gestaltete Stationen in allen Kirchen. Hier zeigte sich eine Bandbreite in den Gemeinden kreative Wege zu beschreiten, um miteinander als Gemeinde im Kontakt zu bleiben oder um Menschen, die Trost und Halt suchten zu helfen. „In allen unseren Kirchen wurden sehr viele Kerzen angezündet und vor allem anfangs fanden wir zahlreiche Gebetsanliegen, die uns tief berührt haben“, so fasste Pfarrer Stefan Märkl seine Erfahrungen zusammen. Die Gemeinden nahmen dies als Auftrag mit zu überlegen, ob es nicht in allen Kirchen eine dauerhafte Möglichkeit zum Kerzenanzünden geben soll.
Etliche Besuche, Anrufe und Krankenkommunionen, die vor allem rund um Ostern stattgefunden haben, sowie die Bemühungen, die Menschen in den Altenheimen trotz strikter Einschränkungen zu begleiten, waren zwar öffentlich nicht so sichtbar, wurden aber trotzdem zu einer der Hauptaufgaben.
Viel mehr Aufmerksamkeit bekamen dann die ersten öffentlichen Gottesdienste, die seit 10. Mai wieder stattfinden konnten. Hier sind mittlerweile in allen Gemeinden durch zahlreiche Ehrenamtliche die für den Infektionsschutz nötigen Vorbereitungen erfolgt. Zwei große Einschränkungen gibt es jedoch, so waren sich alle Beteiligten einig: der momentan noch gebotene Verzicht auf das gemeinsame Singen und die begrenzte Sitzplatzanzahl, die wegen der Abstände nötig ist. Zwischen 19 Plätzen in Marbach und 55 Plätzen in Lauda können maximal besetzt werden.
Das Gremium sprach sich nach einiger Diskussion dafür aus, für die Sonntagsgottesdienste weiterhin die Möglichkeit zur Anmeldung zu bieten, diese aber an manchen Orten noch anzupassen. „Wir hoffen auch sehr auf das Verständnis der Kirchenbesucher, dass sie sich an die Hinweise der ehrenamtlichen Helfer halten und mithelfen, dass der Gottesdienstbesuch trotz aller Einschränkungen möglich bleibt“, war der einhellige Wunsch der PGR-Mitglieder. Weiterhin können alle auch ohne Anmeldung kommen, allerdings kann es dann vorkommen, dass alle Plätze bereits besetzt sind. Die Anmeldung per Internet wurde noch einmal vereinfacht. Die Seelsorger ermutigten alle Verantwortlichen in den Gemeinden zu überlegen, inwieweit Gottesdienste auch im Freien gefeiert werden können, so wie es in Deubach und Oberbalbach bereits mit großem Erfolg stattgefunden hat.
Vom Pfarrbüro aus wurde das Gremium informiert, dass die Gottesdienstplanung ab Ende Juni wieder auf längere Sicht stattfindet und es dann auch wieder ein aktuelles Pfarrblatt „Nimm und lies“ geben wird.
Die verantwortlichen Gemeindereferentinnen Patricia Merkel und Verena Stang informierten über die Möglichkeiten zur Feier von Erstkommunion und Firmung. Die Kommunionfamilien wurden eingeladen, sich entweder der Erstkommunion im nächsten Jahr anzuschließen, oder in einem der kommenden Sonntagsgottesdienste mit zwei bis drei Familien zusammen die Kommunion zu feiern. Bezüglich der Firmung steht bisher nur fest, dass die Firmung durch die Pfarrer gespendet wird – in welcher Form und zu welchem Termin ist noch offen.

