Gelungene musikalische Einstimmung

29.12.2022 |

Ein besinnliches und musikalisch beeindruckendes Adventskonzert wurde in der Becksteiner Kirche St. Kilian als Einstimmung auf die Weihnachtstage präsentiert. Vor der Konzertsoiree fand ebenfalls in der St.-Kilians-Kirche ein Adventsgottesdienst statt, der musikalisch von den Konzertensembles gestaltet wurde. Dazu zählten neben gemeinsam gesungenen Liedern sowohl Instrumentalmusik aus der Sonate in G-Dur von J. B. Loillet und dem bekannten „Jesus bleibet meine Freude“ von J. S. Bach, als auch Vokalmusik mit Teilen aus der „Missa l’hora passa“ von L. Viadana und den Chorsätzen „In tiefer Nacht“ und „Maria durch ein Dornwald ging“. Liturgisch wurde die Messe von Pfarrer Stefan Märkl zelebriert.

Musikalisch Ausführende beim Gottesdienst und anschließenden Konzert waren ein Vokalquartett mit Katrin Agbowo (Sopran), Edith Lang-Kraft (Alt), Achim Klein (Tenor) und Christian Abelein (Bass) sowie mit den Instrumentalsolisten Kjell Pauling (Flöte), Achim Klein (Trompete) und Ulrike Lauer und Christian Abelein (Orgel). Auf dem Programm der konzertanten Adventsmusik standen geistliche Werke verschiedener Komponisten und aus mannigfachen Zeitepochen speziell zur Advents- und Weihnachtszeit, beginnend im 16. Jahrhundert bis hin zur gegenwärtigen Moderne.
 
Den Auftakt bildete die von Ulrike Lauer an der Orgel solistisch vorgetragene Choralbearbeitung „Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 659) aus den Leipziger Chorälen von J. S. Bach. Dem schloss sich der vom Vokalquartett sehr fein und klanglich gut abgestimmt vorgetragene gleichnamige Choral aus Bach Kantate BWV 62 an. Es folgte sehr sinnlich vorgetragenes „Adagio“ von J. M. Molter für Trompete und Orgel an. Ein weiterer Glanzpunkt bildete die Sonate Nr. 2 für Flöte und Orgel von J. B. Loilett. Hier zeigten sowohl Kjell Pauling an der Flöte als auch Christian Abelein an der Orgel ihr filigranes Können. Auch die beiden Chorwerke „O komm, du Morgenstern“ und „Der Weg nach Bethlehem“, wieder vorgetragen vom Vokalquartett, überzeugten. Mit dem gemeinsamen „Tochter Zion“ endete die adventliche Soiree.
 
In seiner Begrüßung bat C. Abelein im Namen aller beteiligten Akteure das zahlreiche Publikum, zur Bewahrung der besinnlichen Stimmung keinen Zwischenbeifall, sondern lediglich am Ende Applaus zu zollen. Dieser fiel dann aber umso größer aus. Zugleich war er Beleg, dass die musikalische Leistung und Qualität aller Mitwirkenden und das für diese Adventsmusiksoiree ausgewählte Repertoire bei den begeisterten Zuhörern ausgezeichnet angekommen war. Mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von J. S. Bach servierte das Vokalquartett seinerseits zum Dank als Zugabe und Abschluss dieser zauberhaft vorweihnachtlichen Konzertsoiree.