
Kirchenentwicklung 2030
Der Startschuss ist gefallen:
Römisch-Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Lauda
Am 19. Oktober 2025 wurde der Pfarreirat der künftigen Römisch-Katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Lauda gewählt. Diese bildet sich aus den seitherigen Kirchengemeinden Boxberg-Ahorn, Grünsfeld-Wittighausen, Krautheim-Ravenstein-Assamstadt und Lauda-Königshofen und startet zum 1. Januar 2026.
Schon Mitte November fand das erste Treffen des neu gewählten Rates statt. Bei dieser Sitzung stand das gegenseitige Kennenlernen und die Konstituierung des Gremiums im Mittelpunkt. Zusätzlich erhielten die Räte viel Wissenswertes über ihre neue Aufgabe und die zukünftige Arbeit im Pfarreirat. Am Dienstag, 25. November 2025 wurde mit den ersten Amtshandlungen in die Gremienarbeit gestartet. Auf der Tagesordnung standen neben den Wahlen des Vorstandes auch die Verabschiedung des Haushaltsplanes 2026 für die Kirchengemeinde. Pater Joachim führte als leitender Pfarrer durch die Sitzung. Nach einem geistlichen Impuls durch die leitende Referentin Patricia Merkel fanden zunächst die Wahlen für den Vorstand des Pfarreirates statt.
Als Vorsitzender wurde Christian Düll (auf dem Foto rechts) aus der bisherigen Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen gewählt. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Nicole Hennegriff (dritte von links) aus der SE Krautheim-Ravenstein-Assamstadt sowie Timm Roos (zweiter von links) aus der SE Lauda-Königshofen und Roswitha Häffner (zweite von rechts) aus der SE Boxberg-Ahorn als Beisitzer. Pater Joachim (ganz links) und Patricia Merkel (dritte von rechts) sind ebenso Mitglieder im Vorstandsteam.
Der gesamte Pfarreirat setzt sich aus dem leitenden Pfarrer, Pater Joachim, und den Vertretern der bisherigen Pfarrbezirke zusammen. Diese sind im Einzelnen: Dörthe Braun, Elmar Haas, Roswitha Häffner, Judith Prochazka und René Remar (alle aus Boxberg-Ahorn), Walter Baunach, Jutta Christ, Christian Düll, Hans Lurz und Martina Röder (alle aus Grünsfeld-Wittighausen), Marcus Bopp, Stefanie Dürr, Timo Frank, Silvia Geißler, Fabian Hampel, Nicole Hennegriff und Elke Nied (alle aus Krautheim-Ravenstein-Assamstadt) und Andreas Buchmann, Günter Deppisch, Diana Fleuchaus, Ute Göggelmann, Timm Roos, Hartmut Schäffner und Jürgen Waldecker (alle aus Lauda-Königshofen).
Ebenso wurde als Vertretung des Caritasverbandes Main-Tauber e.V. Britta Kangas in den Pfarreirat entsandt. Darüber hinaus gehören als beratende Mitglieder der stellvertretende Pfarrer Oliver Störr, die leitende Referentin Patricia Merkel und die Pfarreiökonomin Sonja Haberkorn. Als Vertreter für den Diözesanrat wurde Elmar Haas ernannt. Die Mitglieder des zu bildenden Pfarreivermögensverwaltungsrates werden zu einem späteren Zeitpunkt noch offiziell berufen und veröffentlicht. Ein weiteres Gremium in der neuen Kirchengemeinde ist der Verwaltungsvorstand. Ihm gehören kraft Amtes Pater Joachim, Pfarrer Oliver Störr, Sonja Haberkorn und Stellvertreter Thomas König an.
Nach den Wahlen wurde der Haushaltsplan 2026 der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Lauda durch Herrn Alois Schwab, Leiter der katholischen Verrechnungsstelle Tauberbischofsheim, und Frau Sonja Haberkorn, Pfarreiökonomin, vorgestellt. Einstimmig wurde er durch das Gremium verabschiedet. In der Zeit vom 1. Dezember bis zum 23. Dezember 2025 lag der Haushaltsplan in den vier Pfarrämtern Boxberg, Gommersdorf, Grünsfeld und Lauda aus und konnte von den Mitgliedern der Kirchengemeinde eingesehen werden. Mit dem Setzen dieser ersten wichtigen Meilensteine kann zuversichtlich in die Zukunft der Katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Lauda geblickt werden.
Die Gremien und ihre Aufgaben
Pfarreirat:
Als zentrales Organ der Pfarrei und Kirchengemeinde verantwortet der Pfarreirat zusammen mit dem Pfarrer, der leitenden Referentin/dem leitenden Referenten sowie pastoralen Mitarbeitenden den kirchlichen Sendungsauftrag: Glauben verkünden, Dienst am Menschen, Liturgie gestalten und Gemeinschaften fördern. Er trifft die dafür notwendigen Entscheidungen und vertritt die Katholikinnen und Katholiken in der Öffentlichkeit. Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt er die Aufgaben der bisherigen Pfarrgemeinderäte.
Pfarreivermögensverwaltungsrat:
Dieses Organ ist gleichsam das Nachfolgegremium zum Stiftungsrat, nimmt in Zukunft jedoch die Aufgabe eines Aufsichtsrates wahr. Insbesondere hat der Rat die Aufsicht über die Tätigkeit des Verwaltungsvorstandes und der Pfarreiökonomin/des Pfarreiökonomen und berät diese bei ihrer Tätigkeit. Der Pfarreivermögensverwaltungsrat setzt sich zusammen aus dem Pfarrer, zwei Mitgliedern des Pfarreirates sowie vier bis acht weitere Mitglieder, die nicht dem Pfarreirat angehören.
Verwaltungsvorstand:
Der Verwaltungsvorstand besteht aus dem Pfarrer, dem Stellvertretenden Pfarrer, der Pfarreiökonomin/dem Pfarreiökonomen sowie deren Stellvertretung. Dem Vorstand obliegt die Verwaltung der Kirchengemeinde, insbesondere die Vermögensverwaltung, soweit die Aufgaben nicht dem Pfarreirat, dem Pfarreivermögensverwaltungsrat oder der Pfarreiökonomin/dem Pfarreiökonomen obliegen. Er ist das operativ handelnde Organ. Den strategischen Rahmen dafür setzt der Pfarreirat (z.B. Haushaltsplanbeschluss), die Aufsicht führt der Pfarreivermögensverwaltungsrat.
Kirchenentwicklung 2030 - Der Weg zur Kirchengemeinde - auch hier bei uns im Taubertal
Ab dem Jahr 2025/2026 werden die bestehenden Seelsorgeeinheiten aufgelöst und eine neue Kirchengemeinde gegründet. Die jetzigen Seelsorgeeinheiten Grünsfeld-Wittighausen, Lauda-Königshofen, Boxberg-Ahorn und Krautheim-Ravenstein-Assamstadt werden zu einer einzigen Kirchengemeinde, die dem Gebiet des ehemaligen Dekanats Lauda entspricht.
Neuigkeiten zu diesem Projekt finden Sie hier auf dieser Seite. Als Projektkoordinator ist Pfarrer Stefan Märkl Ansprechpartner für Anfragen, für unsere Seelsorgeeinheit sind zudem Gemeindereferentin Patricia Merkel und Pfarrgemeinderätin Diana Fleuchaus Mitglieder der Projektleitung.
Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie auf der Seite der Erzdiözese www.kirchenentwicklung2030.de.
Monatliche Gebetsanliegen
Auf dem Weg zur neuen Kirchengemeinde Lauda, die am 1. Januar 2026 errichtet wird, laden wir alle Gläubigen und besonders alle Gebetsgruppen unserer vier Seelsorgeeinheiten Boxberg-Ahorn, Grünsfeld-Wittighausen, Krautheim-Ravenstein-Assamstadt und Lauda-Königshofen ein, sich mit den monatlichen Gebetsanliegen im Gebet zu verbinden.
In den einzelnen Monaten beteten wir:
- im Januar: für die Kinder und Jugendlichen in unseren Gemeinden auf der Suche nach Sinn und Orientierung
- im Februar: für unseren Erzbischof Stephan und alle, die mit ihm zusammen Entscheidungen für die Menschen unserer Erzdiözese treffen
- im März: für alle, die sich in ihrem Alltag zum christlichen Glauben bekennen und der Kirche ihr Gesicht geben
- im April: für alle Besucher, die selten in unsere Kirchen kommen, sie aber dann als Zuflucht und Kraftort erleben und schätzen
- im Mai: für alle alten und kranken Menschen, die hoffen, dass sie nicht vergessen werden
- im Juni: für alle, die sich fragen, ob und wie sie sich in Zukunft (noch) für die Kirche engagieren sollen
- im Juli: für alle, die sich mit manchem in der Kirche schwer tun
- im August: für die Familien derer, die in der Kirche engagiert sind. Besonders jene, in denen dies kritisch gesehen wird oder zu Konflikten führt
- im September: für alle, die bei der Kirche angestellt sind
- im Oktober: für alle, die ihren Platz in unserer Kirche suchen oder ihn gerade neu gefunden haben
- im November: für die Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in unserem Seelsorgeteam arbeiten werden
- im Dezember: für die neue Kirchengemeinde
Herr Jesus Christus,
wir bitten dich um deine Hilfe auf unserem Weg zur neuen Kirchengemeinde. Lehre uns verstehen, was die Menschen bewegt und gib uns Einsicht in das, was du uns sagst. Schenke uns ein gutes Gespür, wann es Geduld braucht und wann es Zeit ist für den nächsten Schritt. Sende uns deinen Heiligen Geist, der uns hilft, Ängste zu überwinden und richtig zu entscheiden. Du hast versprochen, dass du da bist und uns nie verlässt. Behüte uns und führe uns an das Ziel, das du für uns bestimmt hast. Amen.
Zukünftiges Team ist jetzt komplett
(15.5.2025)
Im Prozess der Kirchenentwicklung K2030 stehen jetzt alle personellen Besetzungen, sowohl im Pastoralteam als auch im Verwaltungsbereich, fest.
Ab kommenden Herbst wird Sonja Haberkorn als Pfarreiökonomin in leitender Funktion für die Verwaltung der Kirchengemeinde Lauda verantwortlich sein. Sie komplettiert das Team, für das bisher Pater Joachim Seraphin als leitender Pfarrer, Oliver Störr als sein Stellvertreter und Patricia Merkel als leitende Referentin feststanden.
Thomas König, seither Kindergartengeschäftsführer in der Verrechnungsstelle Tauberbischofsheim, wird die Stelle des stellvertretenden Pfarreiökonoms antreten.
Ebenfalls ab Herbst werden die beiden hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiterinnen, Pastoralreferentin Milena Mohr und Gemeindereferentin Katharina Rüttling, das Pastoralteam der künftigen Kirchengemeinde verstärken.
Damit konnten alle ausgeschriebenen Stellen besetzt werden. Diese Besetzungen, insbesondere auch die Erweiterung des pastoralen Personals aus verschiedenen Berufsgruppen, sorgen für gute Startbedingungen beim Übergang in die neue kirchliche Struktur.
Leitungsteam nimmt weiter Form an
(9.10.2024)

Für die künftige Kirchengemeinde Lauda wurden nun weitere Personalentscheidungen. Neben Pater Joachim Seraphin MSF als leitender Pfarrer übernimmt ab 2026 Gemeindereferentin Patricia Merkel die Aufgabe der leitenden Referentin. Pfarrer Oliver Störr aus Grünsfeld wird stellvertretender leitender Pfarrer. Erzbischof Stephan Burger entschied über die Stellenvergaben unter breiter Beteiligung lokaler und diözesaner Gremien. Dazu zählen die Stellungnahmen von Ausschüssen der jeweiligen Pfarrgemeinderäte und Seelsorgeteams, der designierten Pfarrer, der Dekane sowie der Personalkommission.
In der Pressemitteilung der Erzdiözese heißt es: "Für die 36 neuen Pfarreien und Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg, die zum 1. Januar 2026 gebildet werden, stehen die meisten Leitenden Referentinnen und Referenten sowie die Stellvertretenden Pfarrer fest. In Zukunft werden 17 Frauen und 19 Männer als Leitende Referentin beziehungsweise Leitender Referent fungieren – in einem Fall als Tandem. (...) Gemäß Kirchenrecht obliegt den Pfarrern die Leitung einer Pfarrei, wobei sie verschiedene Aufgaben delegieren können. Damit verbunden ist ein neues Verständnis von Leitung im Team, Aufteilung der Personalverantwortung und die bewusste Förderung von pastoraler Vielfalt, Kreativität und Handlungsspielräumen in den neuen Pfarreien. Noch nicht entschieden wurde über die Besetzung der Pfarreiökonominnen und -ökonomen. Diese Führungskräfte werden die Verwaltung und Finanzen der künftigen Pfarrei verantworten. Die entsprechenden Bewerbungsverfahren laufen bereits, die Stellenvergabe soll bis zum Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Dann werden die Leitungsteams der neuen Pfarreien vollständig bekannt sein."
Gründungsvereinbarung beschlossen und unterzeichnet
(12.09.2024)
Text der Gründungsvereinbarung:
Die Gründungsvereinbarung fasst den Stand der gemeinsamen Vorbereitungen für die künftige Kirchengemeinde zusammen. Im ersten Teil geht es um das Profil der Kirchengemeinde (Strategie, Werte und Ziele) und im zweiten Teil um die Organisation. In der gemeinsamen Sitzung der Pfarrgemeinderäte der vier Seelsorgeeinheiten (VEG-Gremium) wurde die Gründungsvereinbarung einstimmig beschlossen und am 8. September beim großen Begegnungstag in Assamstadt feierlich unterzeichnet. Die Gründungsvereinbarung wird nun im Ordinariat in Freiburg zur Genehmigung vorgelegt.
Begegnungstag der neuen Kirchengemeinde: „Hier bist du willkommen!“
(11.09.2024)
Für einen Begegnungstag der künftigen Kirchengemeinde wählten die Verantwortlichen eine der größten Kirchen aus, nämlich die Kilianskirche in Assamstadt mit 850 Plätzen. Im Rückblick war das eine gute Wahl, da sehr viele Interessierte aus vielen Gemeinden und kirchlichen Verbänden sowie etliche Gäste zu diesem Anlass zusammen kamen. Pfarrer Bernhard Metz begrüßte am Beginn eines Wortgottesdienstes junge und ältere Gemeindemitglieder, zahlreiche ehrenamtlich Engagierte, Gremienmitglieder, aber auch politische Vertreterinnen und Vertreter sowie die Mitarbeitenden der Kirchengemeinden. In der fast voll besetzten Kirche gab schon das Eröffnungslied einen Eindruck von der hohen Motivation, mit der viele da waren und vom Wunsch, gemeinsam lebendig Kirche zu sein.
Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurde auch die im letzten Jahr erarbeitete Gründungsvereinbarung unterzeichnet. Pfarrer Stefan Märkl stellte die Ergebnisse im Überblick dar und betonte die große Einmütigkeit, die bereits erreicht wurde: „Wir wollten keine neue Kirche erfinden, sondern schauen, wie wir in einem Jahr gut gemeinsam anfangen können. Bei den vielen Unterschieden, die wir in den Gemeinden der vier Seelsorgeeinheiten haben, ist es bemerkenswert, dass es die Beteiligten aus dem Stand geschafft haben, einstimmige Entscheidungen für einen gemeinsamen Weg zu treffen, der ja auch mit vielen Veränderungen verbunden ist. Neben dem vielen Organisatorischen soll uns aber ein Ziel immer vor Augen stehen: Die Menschen sollen hier bei uns erleben können: Hier bist du willkommen und hier begegnest du Jesus“. Im Anschluss versahen der Vertreter des gemeinsamen Pfarrgemeinderatsgremiums Elmar Haas, der künftige Leiter der Kirchengemeinde P. Joachim Seraphin MSF sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder der Projektleitung in einem feierlichen Akt das Dokument mit ihrer Unterschrift.
Von großem Interesse war natürlich auch die Vorstellung von P. Joachim, der die Kirchengemeinde ab September 2025 leiten wird. In seiner launigen und frei gehaltenen Begrüßung kam er den Menschen sehr nahe und brachte durch seine offene Art immer wieder die Menschen zum Lachen. Die Gläubigen bedankten sich mit einem kräftigen Applaus für seine Worte. Der seit dem Jahr 2000 in Külsheim tätige Seelsorger wird in der neuen Kirchengemeinde Lauda, gemeinsam mit einer leitenden Referentin und einem Pfarrökonom die Verantwortung für die ca. 20.000 Katholiken haben.
Nach diesem offiziellen Teil ging es rund um die Kilianskirche mit einem bunten Begegnungsfest weiter. Verschiedene Stände boten einen Einblick in die Vielfalt des Gemeindelebens: von den zahlreichen Pilgerwegen und Wallfahrten über die Pfarrsekretariate, von Neuaufbrüchen im Glauben bis hin zu besonderen Kirchengebäuden, vom Bildungswerk, der Caritas mit ihren Familienzentren, der kfd mit den Quellenwegen bis zur Diözesanstelle gab es viel Interessantes zu entdecken. Auch die Kinder bekamen vom Schatzsucher-Team aus Lauda ein unterhaltsames Programm geboten. Erst der am späten Nachmittag einsetzende Regen beendete den gelungenen Tag.
Erste Überlegungen zum künftigen Gottesdienstplan
(23.04.2024)

Anfangs wurde betont, wie sehr wir bei diesen Überlegungen auf ein wohlwollendes Miteinander angewiesen sind. Es ist eine wichtige Aufgabe für die Mitglieder des Gremiums, Verantwortung für das Ganze zu übernehmen, auch im Blick auf die Gemeinden, die keine eigenen Vertreterinnen und Vertreter im Gremium haben.
Durch die Priesterzahlen in der Erzdiözese müssen wir uns in Zukunft auf ein „Weniger“ an Möglichkeiten für Hl. Messen einstellen, gleichzeitig aber nicht vergessen, dass es auch Gottesdienste in anderer Form gibt und dass christliches Leben weit mehr ist, als durch Hauptberufliche versorgt zu werden.
Nach diesen Vorbemerkungen wurden bei dem Treffen zuerst einige Grundannahmen vorgestellt:
- Der neue Gottesdienstplan soll im September 2025 beginnen.
- Alle Priester sind unabhängig vom Wohnort für die gesamte Kirchengemeinde zuständig und feiern in der Regel drei Sonntagsgottesdienste (inklusive Vorabendmesse).
- Zuerst suchen wir ein Grundgerüst für die Sonntags-Eucharistiefeiern. Darauf aufbauend sind Wortgottesfeiern in örtlicher Verantwortung möglich.
- Wir glauben, dass Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit des Gottesdienstplanes für alle Orte wichtig sind.
- Jede Gemeinde soll im Gottesdienstplan vorkommen.
- Es soll von jedem Ort aus an jedem Sonntag eine Hl. Messe in erreichbarer Nähe sein.
- Eine gewisse Flexibilität (z.B. für Jubiläen, Dorffeste und ähnliches) brauchen wir auch, aber zuerst brauchen wir ein Grundgerüst.
- Wir möchten die Veränderungen durch die neue Kirchengemeinde auch als Chance nutzen, neu nachzudenken.
Die Projektleitung erarbeitete Szenarien, an denen sichtbar wurde, dass es gar nicht so einfach ist, sowohl an vielen Orten eine wöchentliche Sonntagsmesse einzuplanen und gleichzeitig auch alle kleinen Gemeinden angemessen zu berücksichtigen. Man war sich schnell einig, dass es ein Ziel sein soll, dass möglichst alle Gemeinden, die bisher einen regelmäßigen Sonntagsgottesdienst haben, dies auch künftig haben (wenn zum Teil auch seltener). Dies bedeutet aber auch, dass es nicht mehr viele Orte geben kann, die eine wöchentliche Sonntagsmesse haben.
Nach einem interessierten und konstruktiven Austausch wurde der Vorschlag einstimmig angenommen, dass es tendenziell
- wenige Orte mit wöchentlichen Sonntagsmessen,
- einige Orte mit regelmäßigen 14-tägigen Sonntagsmessen,
- weitere Sonntags-Orte mit verlässlichem Rhythmus, z. B. drei- oder vierwöchig geben soll.
- Wir rechnen mit fünf Priestern, die in den nächsten Jahren auf jeden Fall zur Verfügung stehen. "Plus x" bedeutet, dass noch mehr Spielraum an Hl. Messen ist, solange weitere Priester da sind.
Nach diesen eher allgemeinen ersten Weichenstellungen geht es in den nächsten Schritten um Konkretionen und verschiedene Szenarien, wie die Gottesdienste auf die insgesamt fast 50 Gemeinden der künftigen Kirchengemeinde aufgeteilt werden. Eine Detailplanung steht erst im Jahr 2025 an, wenn die Personalplanung für das Seelsorgeteams durch die Erzdiözese abgeschlossen ist.
Unser künftiger leitender Pfarrer steht fest
(25.01.2024)
In einer gemeinsamen Veröffentlichung der Erzdiözese wurden Name und Sitz unserer künftigen Kirchengemeinde Lauda bestätigt und gleichzeitig die Entscheidung veröffentlicht, dass Pater Joachim Seraphin MSF die Leitung der im Januar neu zu gründenden Kirchengemeinde übernehmen wird. Pater Joachim gehört zur Ordensgemeinschaft der Missionare von der Heiligen Familie, ist momentan Pfarrer in Külsheim-Bronnbach und stellvertretender Dekan unseres Dekanats Tauberbischofsheim.
Vorausgegangen sind Gespräche mit zwei Personalbesetzungsausschüssen, einer davon mit Vertretern der hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer mit Vertretern der Pfarrgemeinderäte, jeweils aus den vier Seelsorgeeinheiten. Erstmalig durften wir also vor Ort ein wenig mitreden bei der Benennung des künftigen Pfarrers.
Vorausgegangen sind Gespräche mit zwei Personalbesetzungsausschüssen, einer davon mit Vertretern der hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer mit Vertretern der Pfarrgemeinderäte, jeweils aus den vier Seelsorgeeinheiten. Erstmalig durften wir also vor Ort ein wenig mitreden bei der Benennung des künftigen Pfarrers.
Die bisherigen Kirchengemeinden bestehen noch bis Ende 2025 und die Wechsel der Pfarrer finden nicht sofort statt. Daher wird es Teil der Projektarbeit in den kommenden Monaten sein, wie der Übergang bis Januar 2026 gut gestaltet wird. Wir dürfen den Weg unserer Kirche und unserer Gemeinden, jetzt auch gemeinsam mit Pater Joachim, in unsere Gebete einschließen.
Die Pressemitteilung der Erzdiözese bezüglich aller 36 Kirchengemeinden finden Sie hier:
Die Pressemitteilung der Erzdiözese bezüglich aller 36 Kirchengemeinden finden Sie hier:
Unsere Werte und Ziele in der künftigen Kirchengemeinde: Die Gründungsvereinbarung nimmt Form an
(7.12.2023)
Jede der neuen Kirchengemeinden muss bis September 2024 eine so genannte Gründungsvereinbarung erstellen. Darin stehen erste Vereinbarungen, wie das kirchliche Leben ab dem Jahr 2026 gestaltet werden soll. Die Gliederung ist dabei von Freiburg festgelegt, die Inhalte werden vor Ort erarbeitet. Das gemeinsame Gremium der Pfarrgemeinderäte hat am 28. November 2023 in Grünsfeld die Vorschläge der Projektleitung diskutiert und verabschiedet. Dabei ging es um grundsätzliche Festlegungen zu den Werte und Zielen in der künftigen Zusammenarbeit.
Beschlossen wurden folgende Punkte:
1.1 Unsere Vision
Als Teil der Erzdiözese Freiburg verbinden wir uns als Kirchengemeinde mit der Diözesanstrategie, ihren Werten und strategischen Zielen. Gemäß der beiden ersten Ziele der Diözesanstrategie leitet uns in allem kirchlichen Tun besonders:
Bei allem, was wir verantworten, erleben die Menschen:
Hier bist du willkommen.
Hier begegnest du Jesus.
1.2 Unsere Werte
- Wir leben als Teil der katholischen Kirche aus der Kraft der Sakramente, dem Wort Gottes und dem Gebet. (Hier wird noch eine Ergänzung zu den Stichworten Offenheit, Vielfalt und "Umgang auf Augenhöhe" eingefügt)
- Wir verkünden das Evangelium mit Freude und in verständlicher und wohlwollender Sprache.
- Wir helfen einander und keiner nimmt sich selbst zu wichtig. Das bedeutet für uns, Entscheidungen transparent und fair zu treffen, immer sowohl im Blick auf die Situation vor Ort, als auch im Blick auf die ganze Kirchengemeinde.
- Wir sind ehrlich – auch im Blick auf die Veränderungen unserer Zeit und auf die Möglichkeiten und Grenzen, die wir haben. Und wir schauen nach vorne.
- Alle, die in unserer Kirchengemeinde arbeiten, engagiert sind oder mit einem Anliegen kommen, finden verlässliche Ansprechpartner.
1.3 Unsere Ziele und ersten Schritte
Unser vorrangiges übergreifendes Ziel ist, dass die Menschen möglichst viel Vertrauen in die neue Kirchengemeinde aufbauen können. Dies betrifft sowohl die Menschen, die in der Kirchengemeinde ihren Glauben leben und feiern, die Ehren- und Hauptamtlichen, als auch die Menschen, die zu uns mit einem Anliegen kommen.
Konkret haben wir uns folgende Ziele und erste Schritte vorgenommen:
1. Informieren, begründen und beteiligen
- Informationsveranstaltungen und Austausch bei möglichst vielen Gelegenheiten
- Gemeinsame Homepage, die nach und nach die einzelnen Homepages ersetzt
2. Wir-Gefühl stärken
- Gemeinsame Großveranstaltungen, wie zum Beispiel die gemeinsame Feier der Gründungsvereinbarung am 8. September 2024
- "Werbetour“ von Initiativen: z.B. das Taizé-Team aus Grünsfeld macht ihr Taizé-Gebet in einer der anderen Seelsorgeeinheiten
- Gutes beim Nachbarn schätzen: bewährte örtliche Initiativen sollen soweit wie möglich beibehalten werden – das gilt gleichermaßen für Traditionen, als auch für Neues.
3. Behutsames Vorgehen auf dem Weg zur Einheit
- Förderung von Zusammenarbeit und Loyalität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral und in den Pfarrbüros, damit die formulierten Werte und Ziele möglichst gemeinsam angestrebt werden.
- Förderung der konkreten Zusammenarbeit der hauptberuflichen Seelsorgerinnen und Seelsorger durch gemeinsame Dienstgespräche
- Vereinheitlichungen sind kein Selbstzweck, sondern werden umgesetzt, wenn es „an der Zeit“ ist. Das heißt, dass wir Übergänge ermöglichen und günstige Zeitpunkte suchen.
4. Gottesdienste
- Verständliche und faire Kriterien für die Verteilung der Eucharistiefeiern erarbeiten (mit verlässlichen, zentralen Gottesdiensten, aber auch mit dem Ziel, dass sich alle Gemeinden im Gottesdienstplan wiederfinden können)
- Förderung neuer Gottesdienstformen
5. Zuständigkeiten und Ansprechpersonen
- Zuständigkeiten aus dem Seelsorgeteam für jede Gemeinde und für jeden Gottesdienstort festlegen.
- Aufbau einer funktionierenden und leistbaren betrieblichen Infrastruktur für Ehrenamtliche, Mitarbeitende und alle, die ein Anliegen haben.
Personalbesetzungsausschüsse sind gebildet
(26.9.2023)
Haupt- und Ehrenamtliche bereiten sich gerade auf die ersten Personalgespräche vor, die noch in diesem Herbst stattfinden sollen. In diesen sollen die künftigen leitenden Pfarrer die Gemeinden kennenlernen, während auch erstmals die Kirchengemeinde ein Votum zur Besetzung der Pfarrerstellen abgeben kann. Die reduzierte Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte traf sich am 14.September 2023, um einen Ausschuss zu bilden, der die anstehenden Gespräche mit den Bewerbern um die Stelle des leitenden Pfarrers der künftigen Kirchengemeinde zu führen. Ansprechperson für diesen Ausschuss ist Elmar Haas aus der SE Boxberg-Ahorn.
Am 22.September 2023 trafen sich ebenso die Hauptamtlichen der Seelsorgeteams, um ihrerseits einen solchen Personalbesetzungs-Ausschuss zu bilden. Dieser besteht aus Pfarrer Bernhard Metz, Diakon Volker Schmieg, Pater Bernard Goworek, Pfarrer Stefan Märkl, Gemeindereferentin Patricia Merkel, Sr. Annemarei Eberhard und Pfarrer Oliver Störr.
Gleichzeitig werden momentan die ersten Überlegungen angestellt, um die so genannte Gründungsvereinbarung zu erstellen. Diese soll die Ergebnisse des Prozesses zusammenfassen und muss bis September 2024 erstellt werden, um dann von Freiburg genehmigt zu werden. Eine Einführung zum Thema Gründungsvereinbarung finden Sie im folgenden Dokument der Erzdiözese.
Auch die Gemeindemitglieder sind eingeladen sich weiter zu beteiligen. Die nächste Möglichkeit dazu besteht an einem Abend zur Kirchenentwicklung, zu dem besonders die Mitglieder von Verbänden und Gruppierungen der Pfarreien eingeladen sind, der aber für alle Interessierte offen ist. Dieser gemeinsame Abend findet statt am Montag, 23. Oktober um 20 Uhr im Gemeindezentrum Alte Kirche in Assamstadt.
Erste wesentliche Entscheidungen für unsere Kirchengemeinde: Name und Pfarrkirche, Sitz der Pfarrei, Übergangs-Beschlussgremium
(25.5.2023)
Erste Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte
81 der insgesamt 96 stimmberechtigen Pfarrgemeinderäte der vier Seelsorgeeinheiten trafen sich am 16. Mai im imposanten Gemeindesaal St. Kilian in Assamstadt, um erste wegweisende Entscheidungen zur künftigen gemeinsamen Kirchengemeinde zu treffen. Damit war schon die erste wesentliche Hürde geschafft, um beschlussfähig zu sein und jedes Gremium wurde dafür von den jeweils anderen mit Applaus honoriert.
Nach der Begrüßung durch Dekan Thomas Holler und einem Rückblick auf die bisherige Projektarbeit moderierte Dr. Rainer Gehrig, der Leiter der Diözesanstelle Odenwald-Tauber, das sehr harmonische, faire und konstruktive Treffen.
Übergangs-Beschlussgremium
Als erste Entscheidung wurde einstimmig über ein Übergangs-Beschlussgremium entschieden. Dieses ist zuständig für grundlegende Entscheidungen, die alle betreffen und vor der Errichtung der neuen Kirchengemeinde im Januar 2026 getroffen werden müssen. In diesem Gremium werden je fünf Vertreter der Seelsorgeeinheiten Boxberg-Ahorn und Grünsfeld-Wittighausen und je sieben Vertreter der Seelsorgeeinheiten Lauda-Königshofen und Krautheim-Ravenstein-Assamstadt sein. Als Vorsitzende wählte die Vollversammlung Elmar Haas aus Boxberg-Ahorn und als Stellvertreter Hartmut Schäffner aus Lauda-Königshofen, dazu kommt Pfarrer Bernhard Metz aus Krautheim-Ravenstein-Assamstadt als Vertreter der leitenden Pfarrer.
Sitz der Pfarrei und zentrales Pfarrbüro
Auch der so genannte „Sitz der Pfarrei“ musste beschlossen werden. Hier wird die Postadresse und das zentrale Pfarrbüro der künftigen Kirchengemeinde angesiedelt sein. Aufgrund der Kriterien, die von Freiburg her gesetzt worden waren, kam eigentlich nur Lauda in Frage, da hier die räumlichen Voraussetzungen vorhanden sind und es auch relativ zentral in der Kirchengemeinde liegt. Dieses Votum der Projektleitung wurde einstimmig von der Vollversammlung bestätigt. Gleichzeitig sprach die Projektleitung die Empfehlung aus, die Beibehaltung aller aktuellen Pfarrbüros in die so genannte Gründungsvereinbarung aufzunehmen, also die Pfarrbüros in Grünsfeld, Boxberg und Gommersdorf. In der Gründungsvereinbarung steht, wie die Kirchengemeinde am 1. Januar 2026 starten soll.
Name der Kirchengemeinde und Pfarrkirche
Die beiden nächsten Fragen wurden letztendlich zwar mit sehr großer Mehrheit beschlossen, allerdings gab es hier größeren Gesprächsbedarf und auch mehrere Alternativen, die zur Abstimmung standen. Besonders zum Namen der künftigen Kirchengemeinde wurden im Vorfeld in den Gremien verschiedene Möglichkeiten überlegt. Insbesondere gab es den Wunsch eine regionale Bezeichnung zu finden, in der sich alle Gemeinden wiederfinden. Letztendlich blieben als Vorschläge für die Vollversammlung übrig „Kirchengemeinde an Tauber und Jagst“ und „Kirchengemeinde Lauda“ (entsprechend dem früheren Sprachgebrauch des Dekanates Lauda). Mit 89% der Stimmen sprach sich das Gremium für „Kirchengemeinde Lauda“ als künftigen Namen aus.
Auch für eine Pfarrkirche für die künftige Kirchengemeinde musste sich das Gremium entscheiden. Dies betrifft vor allem die Pfarrei als Rechtsgröße, damit darüber alle rechtlich notwendigen Vorgänge abgewickelt werden können. Das heißt, alle anderen Kirchen und Gemeinden behalten weiterhin ihre Patrone und ihre Namen, gehören aber dann zur neuen Pfarrei. Hier wurde St. Jakobus Lauda mit 96% Zustimmung gewählt.
Die Voten der Vollversammlung werden nun dem Erzbischof vorgelegt, der die letztgültige Entscheidung über Sitz, Name und Pfarrkirche der künftigen Kirchengemeinde trifft.
Das Protokoll zur Sitzung können Sie hier nachlesen:
Entscheidung über die Union der bisherigen Pfarreien und Stellenbesetzung des leitenden Pfarrers
(7.4.2023)
Union der Pfarreien
Im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 ist eine wesentliche Veränderung die Bildung von 36 neuen Pfarreien und Kirchengemeinden, die an die Stelle der derzeitigen Seelsorgeeinheiten treten. Der Generalvikar schreibt dazu folgendes: Wir haben in den vergangenen Monaten in den verschiedenen diözesanen Gremien und Räten zwei Modelle vorgestellt und beraten, die mit den Begriffen „Fusion“ und „Union“ verbunden sind. „Fusion“ bedeutet, dass alle über 1000 Pfarreien und alle 224 Kirchengemeinden aufgelöst werden und 36 neue geschaffen werden. „Union“ bedeutet, dass in dem Raum, in dem künftig eine neue Pfarrei und Kirchengemeinde gebildet wird, eine bisherige Kirchengemeinde mit einer zu ihr gehörenden Pfarrei bestehen bleibt. Alle anderen Pfarreien und Kirchengemeinden erweitern diese dann. Nach Abschluss der verschiedenen Beratungsrunden hat der Erzbischof nun entschieden, dass die 36 neuen Pfarreien und Kirchengemeinden nach dem Modell der Union gebildet werden. Dies wird zum 1. Januar 2026 erfolgen.“
Was heißt das für uns? Wir müssen in unserer künftigen Kirchengemeinde entscheiden, welche der 30 jetzigen Pfarreien zwischen Wittighausen und Krautheim als Rechtsgröße bestehen bleibt. Der Name der künftigen Kirchengemeinde ergibt sich dann aus der Festlegung der Pfarrkirche an diesem Ort. Alle anderen bisherigen Kirchen behalten ihre Patronate und ihre Rechte, gehören aber dann rechtlich zu dieser einen Pfarrei und Kirchengemeinde. Auch der Sitz des zentralen Pfarrbüros muss bis zum 31.7.2023 bestimmt werden.
Entscheidungsgremium
Diese Entscheidungen werden von einem Gremium getroffen, das sich aus allen Pfarrgemeinderäten der vier Seelsorgeeinheiten zusammensetzt. Die konstituierende Vollversammlung dieser Gremien ist am Mittwoch, 16. Mai um 19 Uhr in Assamstadt.
Künftige Leitung der Kirchengemeinde
Wer wird die künftige Kirchengemeinde leiten? Hier beginnt noch in diesem Jahr das Stellenbesetzungsverfahren, so dass bis Ende 2023 feststehen soll, welcher Pfarrer künftig die neue Kirchengemeinde leiten wird. Geplant ist, dass sowohl die örtlichen Gremien, als auch das Seelsorgeteam an der Besetzung der Stelle des leitenden Pfarrers beteiligt werden.
Diözesaner Zeitplan und Themenbereiche bei uns vor Ort
(10.11.2022)
Im Kirchenentwicklungsprozess hat die Erzdiözese mittlerweile einen Zeitplan vorgelegt, der den Gesamtprozess, der zum 1. Januar 2026 abgeschlossen sein soll, etwas greifbarer macht. Einige Meilensteine stehen bereits in Kürze an, die auch für unsere örtliche Projektarbeit wichtig sind.
Aus dem diözesanen Zeitplan (Stand 19.10.2022)
Pastorales Personal:
- Bis März 2023 soll feststehen, wie viele Priester und hauptamtliche pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen es künftig in der großen Kirchengemeinde geben wird.
- Bis Ende 2023 soll feststehen, wer für die künftige Kirchengemeinde leitender Pfarrer sein wird.
- Bis Mitte 2023 soll vor Ort ein Votum erarbeitet werden, wo das zentrale Pfarrbüro und damit auch der offizielle Sitz der Pfarrei sein wird. Die Entscheidung darüber fällt dann bis Ende 2023.
- Bis Ende 2022 soll feststehen, wie ein gemeinsames Beschlussgremium für die Kirchengemeinden gebildet wird. Dieses wird sich anschließend konstituieren und übergangsweise bis 2026 legitimiert sein, notwendige Entscheidungen für die künftige Kirchengemeinde zu treffen.
Themengebiete in unserem örtlichen Projekt im Taubertal
Die lokale Projektleitung für unsere künftige Kirchengemeinde hat mittlerweile elf Aufgabenpakete identifiziert, in denen viele konkrete Fragen des künftigen kirchlichen Lebens gestellt und dann bearbeitet werden. Diese (können noch ergänzt werden und) lauten:
- Gottesdienstplan
- Pastoraler Grundauftrag/Katechese
- Sekretariat, Anlaufstellen und Ansprechpartner
- Glaubenserneuerung und -vertiefung
- Zusammenarbeit verbandliche Caritas und Gemeindeleben
- Unterstützung des Gemeindelebens vor Ort
- Öffentlichkeitsarbeit der neuen Kirchengemeinde
- Trägerschaften, Kooperationen
- Prävention
- Gebäudekonzeption
- Personal der Kirchengemeinde
Manche der Themen können schon bald angegangen werden, bei anderen warten wir noch auf die Entscheidungen der Erzdiözese. Am 8. Dezember trifft sich die örtliche Projektleitung zu ihrem nächsten Treffen.
Wichtige Aspekte sind aber auch die Einbeziehung der Menschen und Gruppierungen, die betroffen sind und die wertvolle Beiträge geben können. In unserer Seelsorgeeinheit gab es im Oktober eine Informationsveranstaltung mit der MAV, für die Sekretärinnen und die Pfarrgemeinderäte. Weitere Treffen sind geplant oder können gerne auch angefragt werden. Für unsere Seelsorgeeinheit sind Pfarrer Stefan Märkl, Gemeindereferentin Patricia Merkel und Pfarrgemeinderätin Diana Fleuchaus in der Projektleitung.
Um den gemeinsamen Weg auch im Gottesdienst und der geselligen Begegnung weiter zu gehen, gibt es wieder gemeinsame Gebetszeiten mit Begegnungsmöglichkeit. Diese finden statt (jeweils um 18.30 Uhr) am:
- 29.1.23: Kupprichhausen
- 19.3.23: Ballenberg
- 21.5.23: Unterwittighausen
- 8.10.23: Beckstein
Auch die Kanzeltausch-Sonntage wird es wieder geben, wo die Pfarrer die Sonntagsgottesdienste tauschen. Die Gottesdienste werden im jeweiligen Pfarrblatt veröffentlicht.
Erste Eckpunkte sind bereits beschlossen
(27.7.2022)
Im Vorfeld zum Diözesanforum Anfang Juli 2022 wurden bereits einige Eckpunkte für die neuen Kirchengemeinden im so genannten Arbeitsinstrument zum Diözesanforum veröffentlicht:
Zur Struktur der Pfarrei / Kirchengemeinde
- Zum 1. Januar 2026 werden die neuen Pfarreien errichtet. Das ehemalige Dekanat Lauda (von Krautheim bis Wittighausen) ist dann eine von insgesamt 36 Pfarreien der Erzdiözese.
- Diese neue Pfarrei wird als eine rechtliche und pastorale Einheit verstanden. In ihr sind die kanonische Pfarrei und die Kirchengemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts räumlich identisch.
- Die bisherigen Pfarreien und deren Filialen bilden als eine Form von „Gemeinden“ eine rein pastorale Untergliederung.
Leitung; Personaleinsatz und Verwaltung der Pfarrei/Kirchengemeinde
- Die Leitung der Pfarrei obliegt einem Pfarrer, der im Rahmen des Rechts mit seinem Amt verbundene Aufgaben an andere delegieren kann.
- In jeder Pfarrei wird ein Zentrales Pfarrbüro eingerichtet. Das Zentrale Pfarrbüro ist der „Sitz der Pfarrei“.
- Die Priester, Diakone und hauptberuflichen pastoralen Mitarbeitenden werden für das Gebiet der gesamten Pfarrei angewiesen.
- Auf der Ebene der Pfarrei wird ein Pfarreirat sowie ein Stiftungsrat/Aufsichtsrat gebildet. Auf der Ebene der bisherigen Pfarreien können Gemeindeteams gebildet werden; dies ist auch für andere Gemeindeformen möglich.
- Für die neuen Pfarreien wird jeweils eine hauptberufliche Geschäftsführung eingerichtet. Zur Entlastung der Pfarreigeschäftsführungen werden Verwaltungszentren eingerichtet.
- Die Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen der Kirchengemeinden wird in der Regel weiterhin von den Kirchengemeinden wahrgenommen.
Dekanate
- Mit der Errichtung der neuen Pfarreien werden die derzeitigen Dekanate und die Dekanatsverbände aufgelöst.
Die nächsten Schritte
Die Bistumsleitung hat vom Diözesanforum Voten erhalten zu den Fragen:
- Leitung der Gemeinden: sollen die Gemeinden vor Ort eher von Ehrenamtlichen oder von Hauptamtlichen geleitet werden?
- Welche Gremien soll es geben und wie werden sie gewählt?
- Pastorale Zentren: Orte, an denen verlässlich seelsorgerliche, caritative, spirituelle und liturgische Angebote angesiedelt sind. Sie sind grundlegend missionarisch ausgerichtet. Was verstehen wir darunter?
- Künftige Verwaltungsstruktur der Pfarrei und deren Unterstützung, Geschäftsführung; wer stellt diese Personen an? was wird wo verantwortet?
Die Diskussionen und die Ergebnisse sind auf der Seite des Diözesanforums einzusehen. Bis Anfang 2023 werden die Entscheidungen der Diözesanleitung zu diesen Themen erwartet.
Was ist das Projekt Kirchenentwicklung 2030?
In der Erzdiözese Freiburg machen sich die Kirchengemeinden seit 2021 auf den Weg, das pastorale Leben neu zu gestalten. Auch hier bei uns sind wir unterwegs mit dem biblischen Leitwort: "Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." (2 Tim 1,7).
- "Mit der Kirchenentwicklung 2030 antwortet die Erzdiözese Freiburg auf die demographischen, gesellschaftlichen und technischen Veränderungen unserer Zeit."
- "Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken wird auch in unserer Region weiter zurückgehen, alte Bindungen lösen sich, die Welt wird vielfältiger. Deshalb suchen wir auf der Basis unseres gemeinsamen Glaubens nach Wegen für die Zukunft der Erzdiözese und besonders der Kirche vor Ort – einer Kirche, die weiter mitten im Leben der Menschen bleibt."
- "Kirche soll auch in den kommenden Generationen Heimat für Menschen sein und in ihrer Heimat präsent bleiben. Wir wollen auf diesem Weg das Gute aus der Vergangenheit bewahren und zugleich Ausschau nach neuen Möglichkeiten halten, Glauben zu leben und weiterzugeben.“
Alle Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie auf der Seite der Erzdiözese www.kirchentwicklung2030.de.
Es entsteht eine neue große Kirchengemeinde von Wittighausen bis Krautheim.
Ab dem Jahr 2025/2026 werden die bestehenden Seelsorgeeinheiten aufgelöst und eine neue Kirchengemeinde gegründet. Die jetzigen Seelsorgeeinheiten Grünsfeld-Wittighausen, Lauda-Königshofen, Boxberg-Ahorn und Krautheim-Ravenstein-Assamstadt werden zu einer einzigen Kirchengemeinde, die dem Gebiet des ehemaligen Dekanats Lauda entspricht.

Die örtliche Projektleitung ist startklar.
Für unser lokales Projekt wurde die Projektleitung in der Sitzung des Dekanatsrates am 7. April 2022 beauftragt. Sie besteht aus folgenden zehn Mitgliedern:
- Für die SE Boxberg-Ahorn Herr Elmar Haas und Pater Bernard Goworek (ab Dezember 2022)
- Für die SE Grünsfeld-Wittighausen Herr Christian Düll und Pfarrer Oliver Störr
- Für die SE Krautheim-Ravenstein-Assamstadt Frau Nicole Hennegriff und Pfarrer Bernhard Metz
- Für die SE Lauda-Königshofen Frau Diana Fleuchaus und Gemeindereferentin Patricia Merkel
- Für den Caritasverband im Tauberkreis e.V. Herr Guido Imhof
- Für die Lokale Projektkoordination Pfarrer Stefan Märkl
Die Projektleitung hat die Aufgabe, die vielen Themen zu sortieren und zu koordinieren, die uns in den nächsten Jahren der Gestaltung der künftigen Kirchengemeinde beschäftigen werden. Ansprechperson ist vorerst Pfarrer Stefan Märkl als einer der lokalen Projektkoordinatoren.
Erste inhaltliche Überlegungen werden voraussichtlich ab Herbst/Frühjahr 2022/23 stattfinden, nachdem Erzbischof Stephan Burger gemeinsam mit dem Diözesanforum den Rahmen für das Gesamtprojekt festgelegt hat.
Gemeinsamer Gebetsweg der Seelsorgeeinheiten
Im Gebet vertrauen wir die Veränderungen und Beratungen zur neuen Kirchengemeinde unserem Gott an. Ein gemeinsames Gebet, das in Gottesloben und Kirchen ausliegt, begleitet uns auch bei unserem gemeinsamen Gebetsweg.
Herr Jesus Christus,
wir bitten dich um deine Hilfe auf unserem Weg zur neuen Kirchengemeinde.
Lehre uns verstehen, was die Menschen bewegt und gib uns Einsicht in das, was du uns sagst.
Schenke uns ein gutes Gespür, wann es Geduld braucht und wann es Zeit ist für den nächsten Schritt.
Sende uns deinen Heilligen Geist, der uns hilft, Ängste zu überwinden und richtig zu entscheiden.
Du hast versprochen, dass du da bist und uns nie verlässt.
Behüte uns und führe uns an das Ziel, das du für uns bestimmt hast.
Amen.














